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120 Pfeile statt 60: Premiere des Berliner-Marathon-Blasrohrschießens

Eine Premiere für das Blasrohrschießen in Berlin: Am 12. September wurde bei der Nord-Berliner Schützen-Gemeinschaft in Frohnau erstmals das Berliner-Marathon-Blasrohrschießen ausgetragen. Dies stellte das Starterfeld aus verschiedenen Altersklassen einer besonderen Herausforderung: Statt der im Blasrohrschießen üblichen 60 Pfeile galt es, die doppelte Distanz zu absolvieren.

Geschossen wurden insgesamt 120 Pfeile in 20 Passen zu jeweils sechs Pfeilen. Für jede Passe standen zwei Minuten zur Verfügung. Damit rückten neben der technischen Ausführung vor allem Konzentration und Ausdauer in den Mittelpunkt. Denn einen guten Schuss einmal abzugeben, ist das eine – die eigene Leistung über eine deutlich längere Wettkampfdistanz konstant abzurufen, etwas ganz anderes.

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war der Marathon eine neue Erfahrung. Gleichzeitig bot das Format die Möglichkeit, Wettkampferfahrung in der noch jungen Disziplin zu sammeln und das Blasrohrschießen einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Dass die Idee auf Interesse stieß, zeigte sich auch an den Rückmeldungen aus dem Teilnehmerfeld. Der Marathon wurde als sportliche Herausforderung, aber zugleich als abwechslungsreiche und entspannte Ergänzung zum klassischen Wettkampfformat wahrgenommen. Die Pausen zwischen den Passen halfen dabei, immer wieder in den eigenen Rhythmus zurückzufinden.

Auch sportlich wurden zum Auftakt beachtliche Ergebnisse erzielt. Das höchste Resultat des Tages erreichte Klaus-Dieter Lehmann vom TSV Spandau Bogen mit 1180 Ringen in der Klasse Herren III. Bei den Herren I setzte sich Cornelia Kloske von den DJK Schützen mit 1159 Ringen durch. Die Juniorenklasse gewann Mira Beki von der Nord-Berliner Schützen-Gemeinschaft mit 1142 Ringen. Bei den Schülern siegte Leoni Müller von der Schützengilde Tegel-Süd mit 991 Ringen.

Die Premiere zeigte damit eindrucksvoll, wie vielfältig sich das Blasrohrschießen entwickeln lässt. Neue Wettkampfformen schaffen zusätzliche Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln und den Sport für unterschiedliche Alters- und Leistungsgruppen interessant zu gestalten.

Auch unser Medienpartner Hauptstadtsport.TV war vor Ort und hat die Premiere begleitet. Im Beitrag kommen mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort und berichten über ihre Erfahrungen mit den 120 Pfeilen und der besonderen Herausforderung des Marathonformats.

Nächste Station: Deutsche Meisterschaft

Für einige Berliner Blasrohrschützinnen und -schützen steht bereits das nächste große Ziel vor der Tür: Die Deutsche Meisterschaft im Blasrohrschießen findet vom 30. Oktober bis 1. November 2026 in Osterode am Harz statt. Die Limitzahlen sind inzwischen veröffentlicht – damit steht fest, wer sich für die nationale Meisterschaft qualifizieren konnte.

Limitzahlen und Starterliste (link)

Nach der gelungenen Premiere des Berliner-Marathon-Blasrohrschießens darf der Blick also direkt auf die nächste Herausforderung gehen. Wir drücken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem SVBB die Daumen und wünschen viel Erfolg, eine ruhige Hand und vor allem ganz viel Spaß bei der Deutschen Meisterschaft!

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