Am 25.04.2026 stand beim 2. Sportpolitischen Dialog im Roten Rathaus die mögliche Bewerbung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, organisiertem Sport und den Bezirken tauschten sich über den aktuellen Stand des Konzepts „Berlin+“ sowie zentrale sportpolitische Themen aus.
Im Fokus standen dabei die positive Grundstimmung in der Bevölkerung (rund 60 % Zustimmung), die geplante Bürgercharta sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen für Berlin.
Zu den Referenten des Abends zählten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Sportsenatorin Iris Spranger und Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand.
Fokus auf nachhaltige Entwicklung
Kai Wegner betonte die Bedeutung des Ehrenamts und hob die Strahlkraft Berlins als möglichen Austragungsort hervor. Die Bewerbung solle langfristige Verbesserungen schaffen – insbesondere für die Sportinfrastruktur, den Breitensport und den Schulsport.
Iris Spranger stellte die Nachhaltigkeit und Transparenz der Bewerbung in den Mittelpunkt. Rund 90 % der Sportstätten seien bereits vorhanden, der Fokus liege klar auf Modernisierung statt Neubau. Gleichzeitig sollen Inklusion gestärkt und alle Bezirke eingebunden werden. Konkrete Fortschritte – wie die Finanzierung der Bogenhalle – zeigen bereits heute die Wirkung solcher Maßnahmen.
Beteiligung und klare Haltung
Kaweh Niroomand skizzierte das Beteiligungsverfahren mit Kieztouren und Dialogformaten, aus denen eine Bürgercharta entstehen soll. Sein Ansatz: „Taten statt Plakate“. Im Vordergrund stehen konkrete Verbesserungen, insbesondere bei der Sportinfrastruktur, verbunden mit gezielter Unterstützung durch die Politik.
Breite Unterstützung aus dem Sport
Im Austausch wurde deutlich, wie wichtig der Dialog für die Berliner Sportorganisationen ist. Gleichzeitig signalisierten Verbände und Bezirkssportbünde eine klare Unterstützung für die Bewerbung. Einigkeit bestand darin, dass ein solches Projekt nur gemeinsam erfolgreich sein kann.
Besonders positiv bewertet wurden die Schwerpunkte auf Kinder und Jugendliche, Inklusion und Nachhaltigkeit. Zudem wurde die Bewerbung auch als Chance für wirtschaftliche Entwicklung und neue Impulse für die Stadt hervorgehoben.
Fazit
Der Sportpolitische Dialog hat gezeigt: Die Berliner Olympiabewerbung ist mehr als ein Großereignis – sie ist eine Chance für nachhaltige Entwicklung im Sport und in der Stadt insgesamt.
Mit breiter Unterstützung, klaren inhaltlichen Schwerpunkten und einem offenen Dialogprozess hat Berlin das Potenzial, eine überzeugende Bewerbung auf den Weg zu bringen. Gelingt es, diesen Kurs konsequent fortzusetzen, können die Olympischen und Paralympischen Spiele zu einem echten Gewinn für die gesamte Stadt werden – und Menschen weit über den Sport hinaus begeistern.





