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75 Jahre Schützenverband Berlin-Brandenburg e.V.

„Gemeinsam sichtbar sein“ – Vizepräsidentin Tradition im Gespräch

Noch 1 Monat bis zu unserer Jubiläumsfeier!

Im Vorfeld des 75-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Schützenverbandes Berlin-Brandenburg e. V. haben wir mit unserer Vizepräsidentin Tradition, Stefanie Steinke, über die Bedeutung der Veranstaltung, die Hintergründe der Planung und den Blick in die Zukunft gesprochen.

SVBB: Liebe Steffi, vielen Dank, dass du dir trotz der aktuell intensiven Vorbereitungsphase die Zeit für unser Gespräch nimmst. Was bedeutet dir persönlich dieses Jubiläum?

Steinke: Das Jubiläum ist für mich mehr als nur eine Zahl. Es steht für Kontinuität, für das Engagement vieler Generationen und für die Entwicklung unseres Verbandes bis heute.

Gleichzeitig ist es für mich auch etwas ganz Besonderes, weil es die erste große Veranstaltung ist, die ich in dieser Form für den Verband mitgestalten darf. Da spielt natürlich auch eine gewisse Aufregung mit – vor allem aber viel Vorfreude auf das, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können.


SVBB: Warum wurde seit 2012 keine Feier dieser Art organisiert?

Steinke: Nach der großen Jubiläumsfeier 2012 hat sich der Fokus im Verband zunächst auf andere Themen verlagert. Gleichzeitig darf man den organisatorischen Aufwand solcher Veranstaltungen nicht unterschätzen.

Umso bewusster haben wir uns entschieden, das 75-jährige Jubiläum wieder zum Anlass für eine gemeinsame Feier zu nehmen.


SVBB: Was macht für dich ein gutes Verbandsfest aus?

Steinke: Ein gutes Verbandsfest lebt vom Miteinander. Es geht nicht nur um Programmpunkte, sondern darum, dass Menschen ins Gespräch kommen, sich begegnen und sich als Teil eines größeren Ganzen verstehen.

Gleichzeitig bietet so eine Veranstaltung die Chance, unser Sportschießen und den Bogensport nach außen sichtbar zu machen – als Teil unserer Tradition, aber auch als moderner Sport. Gerade vor dem Hintergrund des immateriellen Kulturerbes ist es wichtig, diese Verbindung erlebbar zu machen.


SVBB: Was wollt ihr mit dieser Feier erreichen?

Steinke: Wir möchten den Verband als Ganzes sichtbar machen – nach außen und nach innen.

Nach außen geht es darum zu zeigen, dass unser Sport und unser Brauchtum ein lebendiger Teil der Gesellschaft sind. Nach innen möchten wir den Vereinen mitgeben, dass sie Teil einer starken Gemeinschaft sind, die über Vereins- und Disziplingrenzen hinweg funktioniert.

Solche Veranstaltungen können genau dieses Gefühl transportieren.


SVBB: Was macht den Schützenverband Berlin-Brandenburg für dich aus?

Steinke: Es ist nicht nur die Vielfalt, sondern vor allem die Gemeinschaft, die unseren Verband ausmacht. Unterschiedliche Disziplinen und Vereine kommen zusammen – und genau daraus entsteht unsere Stärke.

Dieses Miteinander möchten wir mit der Veranstaltung bewusst in den Mittelpunkt stellen.


SVBB: Warum sollten die Vereine daran teilnehmen?

Steinke: Zum einen, weil wir das Miteinander im Verband stärken möchten. Solche Gelegenheiten sind selten und bieten die Chance, sich über den eigenen Verein hinaus zu begegnen.

Zum anderen ist es für unseren Sport zunehmend wichtig, sich auch öffentlich zu präsentieren. Mit dieser Veranstaltung schaffen wir eine Plattform, auf der wir uns als moderner Verband zeigen können – gemeinsam und sichtbar.


SVBB: Schützenfeste sprechen oft eher Kugelschützen an – warum sollten auch die Bogenvereine dabei sein?

Steinke: Weil diese Veranstaltung ausdrücklich für alle gedacht ist. Der Verband besteht nicht nur aus einer Disziplin, sondern aus vielen – und genau das wollen wir sichtbar machen.

Gerade wenn Kugel- und Bogensport gemeinsam auftreten, entsteht ein ganz anderes Bild – intern wie extern.


SVBB: Wie schafft man den Spagat zwischen Tradition und einem modernen Verband?

Steinke: Indem man beides miteinander verbindet. Tradition bedeutet für mich nicht Stillstand, sondern Herkunft. Gleichzeitig müssen wir offen für Entwicklungen sein.

Ein solches Jubiläum bietet die Chance, genau diesen Spagat sichtbar zu machen.


SVBB: Was war bei der Planung bisher die größte Herausforderung?

Steinke: Die Koordination vieler unterschiedlicher Aspekte – vom Ablauf über die Beteiligung der Vereine bis hin zu organisatorischen Rahmenbedingungen.

Aber genau das zeigt auch, wie viel Engagement im Verband steckt.


SVBB: Gab es einen Moment, wo du dachtest: „Das wird richtig gut“?

Steinke: Ja, als die ersten Rückmeldungen aus den Vereinen kamen. Da wurde deutlich, dass das Interesse da ist und die Veranstaltung getragen wird.


SVBB: Was möchtest du den Vereinen mit auf den Weg geben?

Steinke: Einfach mitmachen. Es geht nicht darum, perfekt vorbereitet zu sein oder mit möglichst vielen Personen zu erscheinen – sondern darum, dabei zu sein und Teil dieses Tages zu werden.


SVBB: Was verpassen Vereine, wenn sie nicht dabei sind?

Steinke: Vor allem die Gelegenheit, den Verband als Gemeinschaft zu erleben. Solche Momente entstehen nicht im Alltag – sie brauchen einen besonderen Anlass.


SVBB: Welche Rolle spielt die Veranstaltung mit Blick auf den Deutschen Schützentag 2031?

Steinke: Solche Veranstaltungen sind immer auch eine gute Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln. Wir sehen, was funktioniert und wie wir als Verband gemeinsam auftreten können.

Das ist mit Blick auf zukünftige Aufgaben sicherlich hilfreich.


SVBB: Kann diese Feier ein Startschuss für regelmäßige Verbandsfeste sein?

Steinke: Das wird sich zeigen. Grundsätzlich haben solche Veranstaltungen einen großen Wert, aber sie brauchen auch Engagement und Ressourcen.

Wichtig ist, dass wir mit dieser Veranstaltung eine gute Grundlage schaffen.


SVBB: Was wünschst du dir persönlich für den 06. Juni 2026?

Steinke: Dass viele Vereine teilnehmen und wir gemeinsam eine Veranstaltung erleben, an die man sich gern zurückerinnert.

Aktuelle Updates und Anmeldung auf der Jubiläumsseite

In den vergangenen Wochen wurden bereits erste organisatorische Updates ergänzt, unter anderem zum Startpunkt des Umzugs sowie zum geplanten Empfang auf der Zitadelle Spandau.
Alle aktuellen Informationen sowie das Anmeldeformular sind gesammelt auf der Jubiläumsseite des Verbandes (link) zu finden und werden dort fortlaufend aktualisiert.